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ENTEGA Energiegespräch: Dohnen verdeutlichen asymmetrische Ökonomie hybrider Bedrohungen

Auf einer Bühne vor Zuschauer:innen sitzen Mechthild Harting, Redakteurin der F.A.Z./Rhein-Main-Zeitung, Thomas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der ENTEGA, Michèle Knodt, HDKZ-Direktorin und Christian Reuter, Leiter des Lehrstuhls PEASEC - Science and Technology for Peace and Security.

Das ENTEGA Energiegespräch stand unter dem Titel: "Sichere Versorgung in unsicheren Zeiten". Zu den Fragen von (v.l.n.r.) Mechthild Harting, Redakteurin der F.A.Z., diskutierten Thomas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der ENTEGA, Michèle Knodt, HDKZ-Direktorin und Christian Reuter, Leiter des PEASEC-Lehrstuhls. | © ENTEGA AG, 

Geringer Aufwand für einen Angriff, hoher Aufwand für den Schutz: Drohnen verdeutlichen die asymmetrische Ökonomie hybrider Bedrohungen. Das machte Michèle Knodt, Direktorin des Hessischen Drohnenkompetenzzentrums (HDKZ), beim Energiegespräch der ENTEGA AG in Darmstadt am Dienstagabend, 3. November deutlich. Unter dem Titel „Sichere Versorgung in unsicheren Zeiten – wie resilient ist unsere Infrastruktur?“ ging es um den Umgang mit einer veränderten Bedrohungslage.

Eine vergleichsweise günstige Drohne kann erhebliche Störungen verursachen. Ihr gegenüber stehen aufwendige Systeme zur Detektion und Abwehr, qualifiziertes Personal und die Anforderung, Kritische Infrastrukturen rund um die Uhr zu schützen.

„Wir müssen wirksamen Schutz und die Vorbereitung auf mögliche Ausfälle gemeinsam denken“, so die Professorin für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt. „Ein vollständiger Schutz aller Kritischen Infrastrukturen ist nicht möglich. Deshalb braucht es Prioritäten – auch bei der Frage, wo wir stärker in Schutz und wo wir in die schnelle Wiederherstellung der Versorgung investieren.“

Michèle Knodt, HDKZ-Direktorin, spricht sitzend in einem braunen Sessel auf einer Bühne.

"Wir müssen wirksamen Schutz und die Vorbereitung auf mögliche Ausfälle gemeinsam denken", sagte Michèle Knodt, Professorin für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt. | © ENTEGA AG, 

Mehr Forschung und Erprobung zum Zusammenspiel der Einzelsysteme

Zugleich sei bei der Drohnendetektion und -abwehr vieles in Entwicklung. Leistungsfähige Einzelsysteme existierten; ihr zuverlässiges Zusammenspiel und ihre Anpassung an neue Bedrohungen erforderten weitere Forschung und Erprobung.

Genau hier setzt das HDKZ an: Es verbindet Forschung, Erprobung und Anwendung und arbeiten mit Wirtschaft, Behörden und Betreibern Kritischer Infrastrukturen daran, neue Lösungen schneller in die Praxis zu bringen.

Krisen treffen uns heute unvorbereitet

Christian Reuter, Leiter des Lehrstuhls Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit an der TU Darmstadt, machte zudem auf ein Paradoxon in seinem Impulsvortrag aufmerksam: Gerade weil wir an sichere Zeiten und eine verlässliche Versorgung gewöhnt seien, treffe uns eine Krise umso unvorbereiteter.

An der Diskussion beteiligte sich auch der Vorstandsvorsitzende der ENTEGA AG, Thomas Schmidt. Mechthild Harting, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, moderierte das Gespräch.

Das ENTEGA Energiegespräch ist ein regelmäßiges Veranstaltungsformat des ENTEGA-Konzerns. Der Energie- und Infrastrukturdienstleister mit Hauptsitz in Darmstadt befindet sich mehrheitlich im Besitz der Wissenschaftsstadt Darmstadt und hat seinen regionalen Schwerpunkt auf der Rhein-Main-Neckar-Region.

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